Bericht zum Besuch in der Partnergemeinde St. Genis des Fontaines

Besuch in St. Genis des Fontaines
vom 21.08.2019 bis zum 25.08.2019
 
Das große Ereignis in der Partnerschaft zwischen Achberg und der Gemeinde St. Genis des Fontaines war dieses Jahr der Besuch unserer Achberger Musikanten in Südfrankreich.
Die über 50–köpfige Delegation aus Achberg erreichte nach einer 13-stündigen Nachtfahrt  mit einem fast voll besetzten  Bus und mehreren Privatanreisen am Morgen des 22. August bei bestem Wetter unsere Partnergemeinde, wo nach einem ausgiebigen Frühstück die Quartiere bezogen und  danach der nahe Badestrand in Argeles besucht wurde. Der Abend stand im Zeichen des musikalisch von einer Blasmusikgruppe aus der in der Nähe liegenden Stadt Ceret und des Achberger Musikvereins umrahmten Abendmarkts, bei dem regionale Leckereien verkostet wurden.
Der 23. August begann mit dem Besuch der direkt am Meer liegenden Künstlerstadt Collioure, wo mit einer kleinen Bahn das über der Stadt in den Weinbergen liegende Fort Elne besucht wurde. Am Abend gab der Musikverein in der Nachbargemeinde Laroque ein Konzert im Freilufttheater, das mit dem Auftritt eines Duos von Gitarre und Gesang hervorragend harmonierend kombiniert war.
Am 24. August wurde zunächst die Stadt Ceret mit dem sehr reichhaltigen Markt, seinen Restaurants und dem Museum der modernen Kunst besucht. Hier beeindruckte neben den dauernd ausgestellten Werken bekannter Maler wie Picasso oder Matisse die Ausstellung der Werke des Malers Andre Masson mit seiner künstlerischen Entwicklung von Expressionismus zur surrealen Malerei. Nach einer nachmittäglichen Badepause im Mittelmeer kam dann am Abend als Höhepunkt der Begegnung das Konzert auf dem großen Platz in St. Genis kombiniert mit einem großen Grillfest und der für eine Achberger Teilnehmerin erfolgreichen Verlosung eines großen Schinkens.
 
Alle Achberger Teilnehmer waren begeistert von der Herzlichkeit und Großzügigkeit der Gastgeber und der Mitglieder des Partnerschaftsvereins aus St. Genis, die ganz wesentlich zur von Freundschaft und Sympathie getragen Atmosphäre der Begegnung beigetragen hatte. Auch unsere französischen Gastgeber genossen die Musik und die gute Stimmung die den Austausch ständig begleitete. Beide Gruppen stellten erfreut fest, dass nun zunehmend jüngere Menschen und Familien an den Begegnungen teilnehmen. Neben diesen für ein Verständnis für das gemeinsame Europa enorm wichtigen Kontakten freuten sich vor allem  die jüngeren Teilnehmer der Delegation natürlich auch am Meer, am guten Wetter und an den Möglichkeiten für Sport, Kultur und Freizeit, die die Gegend um St. Genis mit Bergen und Meer so bieten. Das macht schon Lust auf einen weiteren Besuch, auch wenn die 1050 km lange Rückreise am 25. August tagsüber doch 15 Stunden dauerte.
 
St. Genis des Fontaines ist der Ort, wo weltweit das älteste romanische Relief den Türsturz über den Eingang der Kirche bildet. Dieses Kunstwerk wird im nächsten Jahr 1000 Jahre alt und soll ausgiebig gefeiert werden. Im Herbst 2020 erwarten wir dann eine Delegation aus St. Genis, in der auch Mitglieder der dortigen Vereinigung für Heimat- und Kunstgeschichte sind. Deswegen werden sich die Ausflüge dann auch mit Baudenkmälern in der Region beschäftigen werden. Und das Musikanten-Duo aus Laroque hat auch Interesse uns mit einem Abend mit Liedern von den Beatles bis Lady Gaga zu unterhalten.
 
Abschließend ist festzustellen, dass die Partnerschaft sehr intensiv gelebt wird und nun 19 Jahre seit dem ersten Kontakt von Bürgermeister Aschauer mit St. Genis eine sehr positive Entwicklung durchläuft. Und der Bürgermeister freute sich, dass er diesen Besuch das erste Mal nicht der Leiter der Delegation war, sondern unter der Leitung von Musikvorstand Doris Fuhge ganz ungezwungen als Gast den Austausch miterleben konnte.