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Achberg ist mit 1600 Einwohnern eine kleine Gemeinde, mit dem Pfarrdorf Esseratsweiler als Hauptort.
Zwischen die Landschaft prägenden, von der letzten Eiszeit geschaffenen Hügelkuppen - die so genannten Drumlins - sind mit dem zweiten Pfarrdorf Siberatsweiler, sowie den Weilern Doberatsweiler, Pechtensweiler, Gunderatweiler, Liebenweiler, Baind, Bahlings, Isigatweiler, Regnitz und Duznau die Orte verteilt, in denen die Achberger Bevölkerung wohnt und gastliche Ferienwohnungen angeboten werden. Dazu kommen noch die Wohnplätze Buflings, Englitz, Siggenreute, Storeute, Frauenreute und Rankenbühl. Und dann kommt noch als letzter Wohnplatz Achberg hinzu, bestehend aus Schloss mit Amtshaus und der Domäne.
Von diesem Wohnplatz hat die Gemeinde ihren Namen – und das aus gutem Grund: Wurde doch bis zur Bildung der selbständigen Gemeinde Achberg im Jahr 1854 die seit dem Mittelalter in den heutigen Gemeindegrenzen bestehende Herrschaft Achberg vom neben dem Schloss gelegenen Amtshaus aus durch den Vogt regiert.
Schloss Achberg ist ein geschichtsträchtiger Ort, der 1184, also vor etwas mehr als 800 Jahren, das erste Mal urkundlich erwähnt wurde, als ein Konrad von Achberg seine Burg mit umliegender Herrschaft verkaufte. Im Jahr 1691 wurde das Schloss und die Herrschaft unter Franz Benedikt Freiherr von Baden durch den Deutschen Orden vom Adelsgeschlecht der Syrgensteiner erworben und in seiner heutigen barocken Form mit seinen herrlichen Stuckdecken praktisch neu errichtet. Der Todestag von Franz Benedikt jährte sich im Jahr 2007 zum 300-sten Mal – sein Herz ist in der Pfarrkirche von Siberatsweiler beerdigt.
Allein der Blick von einer der Drumlinkuppen auf den Bodensee mit Bregenzer Wald und Säntis im Hintergrund lohnt einen Besuch in Achberg. Landschaftlicher Höhepunkt der Gemeinde ist ohne Zweifel das tief eingeschnittene Tal der Argen, des letzten unverbauten Allgäuer Wildflusses. Die bewaldeten Talflanken und Flußufer laden zum Wandern und Naturerlebnis ein. Ambitionierte Sportler kommen hier beim Waldlauf, mit dem Mountain Bike oder auch mit dem Wildwasserkanu, das in Lindau ausgeliehen werden kann, voll auf ihre Kosten. Die Sportfischer können hier mit einer Tageskarte ihrer Leidenschaft nachgehen und Forellen fangen.
Natur und Kultur verbinden sich ideal bei Schloss Achberg, welches hoch über dem Argental thront und mit seinen Konzertveranstaltungen und sommerlichen Kunstausstellungen einen überregional bedeutenden Anziehungspunkt darstellt.
Achberg ist eine landwirtschaftlich geprägte Gemeinde, wo die Rinder mit Glocken auf der Weide grasen und die Dörfer von Obstwiesen umgeben sind, in denen Ende April ein Blütenmeer in weiß und rosa entsteht. Natürlich ist mit der Landwirtschaft auch gelegentlicher Ernteverkehr, das Geräusch des Heulüfters oder der Geruch frisch ausgebrachter Gülle verbunden. Doch das gehört zu uns Achbergern genauso wie das Wirtshaus bei der Kirche.
Das Klima ist wegen des nahen Bodensees im Vergleich zum Allgäu deutlich milder und lässt sogar noch Pfirsiche und Wein gedeihen. Der Gast kann sich im Juli an den frischen Kirschen, und ab Ende August an knackigen Äpfeln und Birnen aus den Streuobstwiesen gütlich tun. Die alkoholischen Produkte dieser Früchte, schmecken - in Maßen genossen - das ganze Jahr über.
Wenn Sie das erste Mal nach Achberg kommen, kann es sein, dass Sie rasch die Orientierung verlieren. Zu unübersichtlich ist die Vielzahl gleichförmiger Drumlinkuppen, zwischen denen sich die Dörfer und Weiler verstecken. Verzweifeln Sie nicht, sondern gehen Sie auf Entdeckungsreise – die Ortskarte von Achberg hilft Ihnen dabei.
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