Krötenwanderung 2017

Mit dem Frühling beginnt die Krötenwanderung. Wenn es keinen Bodenfrost mehr gibt, fängt die Hauptlaichzeit der Amphibien an. Bis zu 2 Kilometer legen die Tiere zurück, um zu den angestammten Laichgewässern zu kommen. Dabei sind sie aber sehr langsam. Um eine 10 Meter breite Straße zu überqueren benötigen sie ungefähr zehn Minuten. Zeit genug um von einem Kraftfahrzeug überfahren zu werden. Damit so wenig wie möglich Amphibien unter die Räder kommen, arbeiteten auch dieses Jahr der Bauhof und die Initiative „Achberg blüht“ gut zusammen. Ab der zweiten Märzwoche war alles vorbereitet für den großen Ansturm. Der Bauhof hat die Krötenzäune aufgebaut, heuer zum ersten Mal auch einen weiteren Zaun zwischen Duznau und Isigatweiler. Und die Initiative „Achberg blüht“ hat die Einsatzpläne für die freiwilligen Helfer festgelegt. Der Start lief aber erst einmal verhalten an, erreicht dann aber Mitte März seinen Höhepunkt. In gerade einmal 4 Tagen wurden fast 60% aller Kröten und Frösche über die Straßen gebracht. In Summe liegt die Anzahl Kröten und Frösche mit über 850 wieder auf dem Vorjahresniveau. Besorgniserregend ist allerdings die auffallend geringe Anzahl an Weibchen. Zählten wir im letzten Jahr 34% Weibchen, so waren es heuer nur 22%. Das wird ein Thema sein, das wir in den nächsten Wochen mit dem Bund Naturschutz besprechen werden.

Allen Helfern ein herzliches Dankeschön!